Kritik "Romeo und Julia", Theater Würzburg
"Ein „Master of the Dead“-Graffiti, der Duft von Kerzen und eine prachtvoll, viktorianisch gekleidete Dame – eine unheimliche Atmosphäre enthüllt der Vorhang auf der Bühne des Großen Hauses. Moderne Elemente vermischen sich mit zeitgenössischen und bilden Konventionsbrüche aus Alt und Neu. Von einer vulgären Intertextualität lebt die Sprache des Stückes. Antje Thoms spielt damit, umgangssprachlich wie originalgetreu. Bunt und grell werden wir mit der Bühne konfrontiert. Die Amme rast mit einem Fahrrad über die Bühne. Randale, Getöse, Liebelei und Anstößigkeit verbinden sich und bringen eine neue, undurchschaubare Ästhetik hervor."(Neubert, kritisiert.de)

Kritik "Fleisch ist mein Gemüse", Theater Göttingen
"...im Gegenteil, Antje Thoms hat das Stück als eine Art Blick auf die hässlichen Seiten der 80er Jahre mit dem bösen Witz der Vorlage, aber ohne deren Optimismus inszeniert. Schlagwortartig geht es um die großen Themen des Jahrzehnts, eingebettet in eine Kakophonie aus Alkohol, Volksschlager und Schützenfest. Eigentlich geht es in der Göttinger Aufführung für die Protagonisten immer nur bergab, allerdings stilecht. Kostüme, die den Geist der 80er förmlich atmen und ein Bühnenbild, das mit tausenden von der Decke hängenden Glitzerfäden den schönen Schein, hinter dem die Leere lauert, zu unterstreichen scheint. Strunk charakterisiert in seinem autobiografischen Roman aber nicht nur die Zeit, sondern auch sich selbst und die Band, mit der unterwegs war. Michael Meichßner spielt den skurrilen Bandleader Gurki, er erinnert dabei an eine schnellere Version von Christopher Walken in einem seiner besseren Filme: eine öffentlich immer gutgelaunte Clownsfigur, die den schmierigen Animator mit ebenso schmierigen Sprüchen gibt, hinter dessen greller Fassade allerdings alles nur Schein ist..." (Jenauer, NDR)